KursMeditationSelbsterkenntnis

Erfahrungen und Gewohnheiten

Erleben wir etwas Neues, schreiben die Sinne diese Erfahrung neuorlogisch in unser Gehrin. Dadurch schalten sich Neuronen zusammen und verstärken die Verbindung an diese Erfahrung. Durch neue Erfahrungen wird das Gehirn verändert und auf den neusten Stand gebracht.

Erfahrungen verstärkten nicht nur Schaltkreise im Gehirn, sondern erzeugen auch Emotionen. Emotionen kann man als chemische Rückstände aus vergangener Erfahrung bezeichnen. So entstehen Erinnerungen. Der Ort an dem die Vergangenheit existiert ist im Gehirn und im Körper.

Wenn man denkt oder sich an etwas erinnert wird im Gehirn eine biochemische Reaktion ausgelöst, woraufhin das Gehirn bestimmte chemische Signale aussendet. Gedanken werden so zu Materie da sie zu chemischen Botenstoffen werden die sich im Körper verteilen. Der Körper fühlt das was wir denken und es wird ein neuer Gedanke dem Gefühl entsprechend erzeugt, was wieder eine chemische Substanz im Gehirn freisetzt.

Gedanken sind die Sprache des Gehirns und Gefühle sind die Sprache des Körpers, So sind wir in der Endlosschleife von Gedanken und Gefühlen und Gefühlen und Gedanken. Das wird dann unser Befinden und unsere Persönlichkeit. Man ist komplett in der Vergangenheit.

Dadurch wir es immer einfacher das gleiche zu denken und wir fühlen immer die gleichen Emotionen. Der Körper ist auf die Vergangenheit konditioniert und auch das Denken, weil wir nicht über die Gefühle hinaus denken können. So bleibt das Leben gleich.

Abläufe die ständig wiederholt werden, werden zur Gewohnheit. Verhaltensweisen sind so oft wiederholt worden, dass der Körper vieles besser erledigt als das Gehirn, wir werden unbewusst, wir tun immer wieder das gleiche tagein und tagaus. Das gleiche automatische Denken, die gleichen Entscheidungen, die gleichen Verhaltensweisen, die gleichen Erfahrungen, die gleichen Emotionen.

Es sind feste neuronale Netze im Gehirn entstanden und  haben damit den Körper emotional konditioniert, in der Vergangenheit zu leben. Diese Vergangenheit wird dann in die Zukunft projiziert. Die Zukunft ist eine Wiederholung der Vergangenheit, es ist kein Raum mehr für Unbekanntes, bzw. das Neue Unbekannte fühlt sich nicht richtig an.

Bei bekannten Erfahrungen und vertraute Gedanken an eine Erfahrung oder einen Ort zu einer bestimmten Zeit, nehmen wir automatisch die mit der Erfahrung einhergehenden Gefühle vorweg. Wenn wir Gefühle nicht vorhersehen können, lassen wir uns nur zögerlich auf neue Erfahrungen ein. Wenn eine Erfahrung ein ungutes Gefühl hinterlassen hat werden wie diese meiden.

Die Mühe die uns Neues bereitet kommt daher, dass der Körper über Jahre in einem Kreislauf von denken und fühlen konditioniert wurde und süchtig geworden ist nach den bekannten Emotionen. Die Emotionen, nach denen der Körper süchtig ist müssen nicht positiv sein. Es kann sein, dass wir nach den Stresshormonen süchtig sind und uns deshalb immer wieder in die gleiche Situation bringen, damit Stresshormone ausgestoßen werden. 

Wenn wir etwas neues unbekanntes Erleben wollen oder gezwungen sind unser Leben zu erneuern, müssen wir die Aufmerksamkeit auf etwas anderes richten. Das erfordert Anstrengung.

Wohin wir unsere Aufmerksamkeit richten geht unsere Energie und Handlungskraft hin.

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